Analyse des Unternehmensumfeldes

Welche Chancen Unternehmen bei der Fachkräftesicherung haben, wird durch äußere Rahmenbedingungen wesentlich beeinflusst. Regionale Einflüsse ergeben sich aus der Attraktivität des Standortes und der Beschaffenheit des Arbeitsmarktes. Ist der Standort nicht attraktiv, so ist die Bereitschaft von Fachkräften gering, in die Region zu kommen. Im Gegenteil, knappe Fachkräfte, insbesondere junge Menschen wandern ab und suchen sich Regionen, in denen sie ihre Lebensträume besser verwirklichen können. Gegenwärtig sind insbesondere die ländlichen Räume Verlierer im Wettbewerb um Fachkräfte, während die attraktiven Großstädte profitieren. Derartige Entwicklungen schlagen sich dann auch in der Struktur der regionalen Arbeitsmärkte nieder.

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Arbeitsmarktanalyse

Fachkräfte finden - aber wo?

Auch wenn Unternehmen nur selten die regionalen Standortbedingungen oder den Arbeitsmarkt direkt beeinflussen können, ist es dennoch für sie wichtig zu wissen, wie der regionale Arbeitsmarkt wirklich aussieht und wie er sich entwickeln wird. Erst auf einer solchen Wissensbasis sind sie in der Lage, seriöse Pläne zur Gewinnung, Bindung und Entwicklung von Fachkräften zu erstellen. Fehlen solche Kenntnisse aus Arbeitsmarktanalysen, treten nicht selten Hoffnungen und Erwartungshaltungen von Führungskräften an die Stelle von realistischen Konzepten.

Durch die Arbeitsmarktanalyse wird ermittelt, wie die Chancen zur Deckung des Bedarfes an Führungskräften, Fachkräften und Bewerberinnen und Bewerbern für Ausbildungsplätze im Umfeld des Unternehmens sind. Dabei wird auf Daten der Bundesagentur für Arbeit sowie Statistiken von Kammern, Branchenverbänden, Kommunen und statistischen Ämtern zurückgegriffen.

Die Analyse umfasst u.a.:
  • Die Bevölkerungsentwicklung in der Region und daraus ableitbare Potenziale an Erwerbspersonen und Bewerberinnen und Bewerbern.
  • Das Verhältnis freie Stellen und Arbeitssuchende in den benötigten Berufsgruppen sowie  Zeiträume für die Besetzung freier Stellen als Maß für den Grad der Fachkräfteverfügbarkeit.
  • Substitutionsmöglichkeiten zwischen Berufen
  • Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in den benötigten Berufsgruppen und Anzahl der Absolventinnen und Absolventen gegenwärtig und zukünftig.
  • Angebot  von freien Stellen und Nachfrage nach Arbeitskräften in relevanten Internetportalen.

Technologieanalyse

Neue Technologien - Neue Herausforderungen

Kaum ein Feld der Unternehmenswirklichkeit entwickelt sich so schnell wie die Technologien. Was heute gebraucht wird, ist den Unternehmen meist gut bekannt. Aber Technologien ändern sich und damit auch die Anforderungen an die Qualifikationen der Beschäftigten. Das hat Folgen für die Fachkräftesicherung. Denn die neuen Technologien erfordern meist auch neue Kompetenzen der sie bedienenden Fachkräfte. Ist die neue Technik da und keiner kann damit umgehen, geht wertvolle Zeit verloren, um die Kompetenzdefizite auszugleichen. Das gilt sowohl für die Kompetenzentwicklung der vorhandenen als auch für die Gewinnung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Doch damit nicht genug.

Neue Technologien - neue Möglichkeiten

Neue Technologien können auch die Arbeitsorganisation im Unternehmen auf den Kopf stellen oder Möglichkeiten für Arbeitserleichterungen schaffen, die früher undenkbar waren. Ein typisches Beispiel dafür ist die Telearbeit. Durch ihre Einführung kann dem Wunsch nach mehr Freizügigkeit und Selbstbestimmung direkt Rechnung getragen werden.

Entwicklungen frühzeitig erkennen & antizipieren

Technologieanalysen, verbunden mit Schlussfolgerungen für die zugehörigen Qualifikationen, ermöglichen den Blick in die Zukunft und damit eine langfristig orientierte Strategie der Fachkräftesicherung. Die Analyse technologischer Entwicklungstrends hilft, Möglichkeiten frühzeitig zu erkennen. An der Grenze zur Zukunfts- und Trendforschung liegend, hat das isw im Rahmen einer vom BMBF getragenen Initiative über viele Jahre Erfahrungen gesammelt und mehr als 10 Branchen wissenschaftlich untersucht (http://www.frequenz.net/index.php?id=5). Beachtung fanden Felder der Hochtechnologie wie Nanotechnologie und Smart House ebenso wie die klassischen Branchen Handel und Landwirtschaft. Im Ergebnis verfügen wir über eine eigene Methodik zur Ermittlung technologischer Trends und ihrer Folgen für die Fachkräftesicherung, die es ermöglicht, mit überschaubarem Aufwand spezifische Analysen für Unternehmen zu erstellen.